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"Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt.

Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist.

Ein Kind, das durch selbständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird."

Emmi Pikler: Friedliche Babys - zufriedene Mütter

 

"Was für uns womöglich bloßer Alltag ist, verwandelt sich für das kleine Kind in eine Kette nie endender Neuentdeckungen.

Mit jedem Erlebnis wird nach einem geheimnisvollen inneren Plan sein eigenes Potential aktiviert:

Erfährt es Liebe, entwickelt es seine Fähigkeit zu lieben,

erfährt es Respekt, seine Fähigkeit zu respektieren,

hört es Sprache, seine Fähigkeit zuzuhören und zu sprechen.

Ist seine Umgebung reich an sinnlichen Eindrücken und Bewegungsmöglichkeiten, die mit seinem Entwicklungsstand stimmig sind, dann stärkt und verfeinert es seine Fähigkeit, Qualitäten wahrzunehmen und zu unterstreichen und sich in Raum und Zeit auszukennen, Hindernisse zu bewältigen und Gefahren zu beurteilen."

Rebeca Wild: Lebensqualität für Kinder und andere Menschen

 

"Sich mit Ratschlägen zurückhalten zu können, und schon gar, wenn man meint, etwas besser zu wissen, verlangt viel.

Ratschläge geben ist ein weiteres Beispiel für unzweckmäßiges Machen.

Wieviel zweckmäßiger ist es zu schweigen, aber da zu sein, anwesend zu sein, als zu reden und zu raten. Das ist schon für die Situation zwischen Erwachsenen richtig, dem Kind gegenüber aber unbedingt nötig."

Heinrich Jakoby: Jenseits von begabt und unbegabt

 

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